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30.08.2017, 12:38 Uhr
Es wird nicht nur dicke Überschriften und große Sprüche geben
Innenminister Herbert Reul will NRW sicherer machen
Bei bestem sauerländischem Wetter war der neue NRW-Innenminister Herbert Reul auf Einladung von Matthias Heider nach Lüdenscheid gekommen, um für seine Neuausrichtung der Sicherheitspolitik im größten deutschen Bundesland zu werben. Zuvor hatte Matthias Heider in einem Grußwort auf das große Sicherheitsbedürfnis der Menschen verwiesen und die hohe Bedeutung der inneren Sicherheit von NRW für den Bund hervorgehoben: „Der Anschlag am Berliner Breitscheidplatz hat in NRW seinen Anfang genommen. Wir müssen durch bessere Vernetzung und Datenaustausch bei den Sicherheitsbehörden solche Angriffe künftig verhindern.“ Heider dankte außerdem den Einsatzkräften bei Polizei, Katastrophenschutz und Hilfsdiensten für ihre große Einsatzbereitschaft.
v.l.n.r.: Dr. Matthias Heider, Thomas Ruschin Leiter AK Innere Sicherheit, Oliver Fröhling Fraktionsvorsitzender CDU Lüdenscheid, Innenminister Herbert Reul, Landrat Thomas Gemke
In seiner Rede skizzierte Herbert Reul die Ziele seiner Arbeit als Innenminister. „Die Leute sind sehr beunruhigt über die Sicherheit in unserem Land. Wir müssen verhindern, dass die Menschen am Staat zweifeln, weil er sich nicht mehr schützen kann!“ Mit vielen Maßnahmen will der neue Innenminister daher für mehr Sicherheit sorgen. So sollen neben jährlich 300 zusätzlichen Polizistinnen und Polizisten auch 500 zusätzliche Verwaltungsangestellte für die Polizeibehörden eingestellt werden. „Die Polizisten sollen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Außerdem können manche Bürotätigkeiten von Verwaltungsangestellten vielleicht auch besser bearbeitet werden“, so Reul.

Reul sprach sich insgesamt für mehr Personal und eine bessere Ausstattung bei der Polizei aus. Dies beginne bei einfachen Dingen wie Schutzhandschuhen und ende bei mehr Befugnissen bei Autokontrollen oder der Videoüberwachung.

Eine Lanze brach der ehemalige Europaabgeordnete dagegen für die Einsatzkräfte: „Wir brauchen eine Welle des Respekts, der Akzeptanz und der Zusammenarbeit mit der Polizei in der Gesellschaft“, forderte Reul. Es sei eine Haltungsfrage und eine Frage der Wertschätzung, dass die Politik der Polizei vertraue. Daher habe das Kabinett beschlossen, die Kennzeichnungspflicht bei der Polizei wieder abzuschaffen.

Abschließend appellierte Reuel an die Verantwortung der Gesellschaft: „Wir haben eine Familie, die bereit war, ihren immer radikaler werdenden Sohn bei der Polizei zu melden. Wir wollen kein Denunziantentum. Aber wenn die Gesellschaft die Augen offenhält, leisten wir auch gerade beim Einbruchsschutz einen wichtigen Beitrag!“​
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