STL-Recyclinghof - offener Brief

14.04.2020

Aufgrund der aktuellen Situation finden bekanntlich keine Sitzungen statt, in denen wir einen entsprechenden Antrag stellen könnten, daher wendet sich die CDU-Fraktion mit diesem offenen Brief an die Verwaltung.

Wie bereits in der Sitzung des Ältestenrates am vergangenen Donnerstag  thematisiert, sehen wir die aktuelle Schließung des STL-Recyclinghofes mit großen Bedenken.

Es wurde die aktuelle Situation geschildert und dargelegt, dass aufgrund der derzeitigen Personalsituation der Betrieb des Recyclinghofes nicht möglich sei. Natürlich teilen wir Ihre Auffassung, dass die Hausmüllbeseitigung und das Leeren der Container an den Wertstoffsammelstellen absolute Priorität haben.

Dennoch stellt sich die aktuelle Situation so dar, dass derzeit aufgrund der (vielfach erzwungenen) Freizeit die Bürgerinnen und Bürger ihre Gärten pflegen oder die Wohnung „ausmisten“. Das samstägliche Öffnen der Deponie für Grünabfälle bringt hier sicherlich eine gewisse Entspannung. Es geht aber auch um Elektrokleingeräte, Altpapier oder Gelbe Säcke, die sich in den Kellern (oder sonst wo) sammeln. Wir denken hier zum Beispiel an eine mehrköpfige Familie, die in einer Etagenwohnung lebt, keine Garage hat und nur ein kleiner Kellerraum zur Verfügung steht. In Mehrfamilienhäusern wird das Lagern der Gelben Säcke bis zur nächsten turnusmäßigen Abholung bereits zum Problem.

Eine zunehmende Vermüllung von Wäldern und auch Wertstoffsammelstellen ist die Folge und bereits jetzt erkennbar.

Wir fragen daher an, ob nicht eine (ggfs. zeitlich reduzierte) Wieder-Öffnung des Recyclinghofes möglich ist und bitten um Prüfung folgender Punkte und Anregungen:

- Verstärkung des STL-Personals aus anderen (derzeit weniger frequentierten) Verwaltungs- bereichen (auf freiwilliger Basis)

- Verstärkung des STL-Personals durch die Unterstützung von Zeitarbeitsfirmen oder ggfs. private Entsorgungsbetriebe

- Zutrittsbeschränkung der Besucherzahl zum Recyclinghof (ähnlich wie in Supermärkten)

- Kontrolle der Zufahrt durch externes Sicherheitspersonal

- maximal 2 Personen pro Fahrzeug (keine Kinder) und Maskenpflicht für alle Besucher

- um lange Warteschlangen von Fahrzeugen zu vermeiden, könnte ggfs. das Linksabbiegen auf den Hof durch das Aufstellen von Barken verhindert werden und die die gesamte Straße „Am Fuhrpark“ genutzt werden (Nutzung des Kreisels am Ende der Straße zum Wenden und Anstellen)

- „Verteilung“ der anliefernden Fahrzeuge auf verschiedene Wochentage: zum Beispiel montags Fahrzeuge mit Kennzeichen-Buchstaben A – F, dienstags G – L usw., um hier einen zeitli chen Ansturm zu vermeiden